Berlin ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die Gründerhauptstadt von Deutschland. Die Stadt verzeichnet jedes Jahr rund 40.000 Gewerbeanmeldungen und viele davon kommen von innovativen Start-ups. Was die Stadt für Gründer so attraktiv macht, sind vorrangig die gute Infrastruktur, ein positives Investitionsklima und die Attraktivität der Stadt für junge, gut ausgebildete Menschen.

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© athree23 / Pixabay – Die Startup-Szene ist groß in Berlin

Einige Berliner Start-ups haben sich schnell zu erfolgreichen Großunternehmen entwickelt. Beispiele dafür sind namhafte Unternehmen wie Mister Spex, Zalando oder HelloFresh. Bei den neuen Berliner Start-ups der letzten Jahre standen vor allem die Zukunftsthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus. Hier vier Beispiele für interessante, junge Berliner Start-ups:

Konkretly

Die Idee für das Start-up Konkretly ist aus den eigenen schlechten Erfahrungen der Gründer beim Immobilienkauf entstanden. Sie mussten feststellen, dass es für Laien nicht gerade einfach ist, den Zustand einer Immobilie realistisch zu bewerten. Und das kann bedeuten, dass man als Käufer übervorteilt wird oder einen Fehlkauf tätigt.

Konkretly hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Käufer bei der Beurteilung von Immobilien zu unterstützen – und das ganz unkompliziert über das Internet. Eine Hilfestellung für die Besichtigung liefert Konkretly per App. Und wer es genau wissen will, kann bei Konkretly schnell und unkompliziert einen Experten für die Immobilienbewertung buchen.

HITOCA Tee

Tee zu verkaufen, klingt nicht unbedingt nach einer hippen Start-up-Idee. Diesem Start-up geht es aber um mehr als einfach nur um guten Tee. Hochwertig und rundum nachhaltig soll das Sortiment sein. Das ist bislang entsprechend klein, befindet sich aber – genau wie das Unternehmen selbst – im Wachstum. Der Tee von HITOCA ist bio, fair, frisch und umweltschonend verpackt. Und das entspricht offenbar dem Wunsch vieler Kunden nach Genuss mit gutem Gewissen. HITOCA ging 2021 an den Start und seitdem dreht sich für die Gründer alles um das beliebte Heißgetränk. Der Vertrieb findet vor allem online über den eigenen Webshop und über Amazon statt. Aber auch vor Ort ist der HITOCA Teeladen präsent – und das längst nicht mehr nur in Berlin. Die Pop-up-Teeläden von HITOCA Tee erfreuen sich mittlerweile in zahlreichen deutschen Städten wachsender Beliebtheit.

Fairganics

Auch diese Start-up-Idee klingt im ersten Moment eher wenig spektakulär, kommt aber einem schier endlosen Bedarf entgegen – den Produkten der Körperpflege. Diese Berliner Gründer stellen ebenso die Nachhaltigkeit in den Vordergrund und produzieren ausschließlich Naturkosmetik, wobei vornehmlich das gehobene und das Luxussegment abgedeckt wird. Die exzellente Qualität der Bio-Kosmetik-Linie sowie die ernstzunehmende, enge Verbindung des Unternehmens zu Klimaschutzprojekten, scheint die Kunden zu überzeugen. Fairganics legt ein starkes organisches Wachstum hin. Passend zum anstehenden Valentinstag ist auch ein Kosmetik Gutschein im Sortiment.

Fungtion

Mit Pilzen etwas anderer Art beschäftigen sich die Gründer von Fungtion. Erst 2022 von Studierenden der TU Berlin offiziell gegründet, steckt dieses Start-up noch in seinen Kinderschuhen. Das Konzept ist allerdings vielversprechend und zukunftsweisend. Aus Agrarabfällen und Pilzen stellt Fungtion ein Material her, das ähnliche Eigenschaften besitzt wie Styropor. Letzteres ist ein beliebtes Material für Verpackungen oder Schutzausrüstungen, da es Stöße abfängt und isolierend wirkt. Während Styropor aber als besonders problematisch für die Umwelt gilt, kann das kompostierbare Material von Fungtion durch Nachhaltigkeit punkten. Erste Unternehmen sollen bereits Interesse an dem innovativen, umweltfreundlichen Material bekundet haben.