Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 34.000 Kubikmeter an Schrott entsorgt und das auf illegale Weise. Das Problem ließe sich durch bessere Kontrollen und mehr Aufmerksamkeit einschränken. Allerdings mangelt es genau an diesen Kontrollen. Die Ergebnisse konnten dabei im Jahre 2021 gut beobachtet werden. Dort sollen erstmals mehr als 40 Tonnen an Haushaltsabfällen verursacht worden sein. Dabei steigt die Menge pro Kopf auf rund 6 Kilogramm zum Vorjahr an.

Geld sparen

© ALTEREGOINTELIGENCIA / Pixabay – In deutschen Haushalten fallen immer mehr Haushaltsabfälle an

Doch wo genau liegen die Gründe für diesen rasanten Anstieg und was kann gegen die steigende illegale Entsorgung getan werden? Mit diesen Fragen haben wir uns nachfolgend beschäftigt.

Statistiken zum Müll & Sperrmüllproblematik

Jährlich werden unterschiedliche Statistiken geführt, um die Problematik besser zu beleuchten. Auch für das Jahr 2021 hat das Statistische Bundesamt die aktuellen Zahlen herausgegeben:

  • Hausmüll – 159 kg/Kopf
  • getrennt erfasste Werkstoffe – 149 kg/Kopf
  • getrennt erfasste organische Abfälle – 134 kg/Kopf
  • Sperrmüll – 37 kg/Kopf
  • sonstige Abfälle – 3 kg/Kopf

Anhand der Statistik lässt sich bereits ein großes Problem erkennen. Die Menge an Sperrmüll stieg 2021 um 3 Kilogramm auf 37 Kilogramm pro Person. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert seit dem Jahr 2004. Oft wird Sperrmüll illegal entsorgt. Und das obwohl es immer leichter wird seinen anfallenden Müll auf legale Weise zu entsorgen. Beim Umweltdienstleister Alba gibt es zum Beispiel die Möglichkeit im Shop unter ALBAclick einen Container zu bestellen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit einen Recyclinghof in Anspruch zu nehmen. Davon gibt es in Berlin mittlerweile an die 20 Stück verteilt auf das gesamte Berliner Stadtgebiet.

Bald zwei Sperrmüllaktionstage pro Kiez im Monat

Auch die BSR widmet sich dem Problem. Das Unternehmen wird vorraussichtlich ab März 2023 in jedem Berliner Bezirk mindestens zwei Sperrmüllaktionstage durchführen, damit weniger Müll auf den Straßen oder in den Parks liegen bleibt. Das Angebot ist für Bewohner sogar kostenlos.

Illegale Entsorgung steigt

Ein weiteres großes Problem bei diesem Thema ist die Entsorgung selbst. Für die Beseitigung des Mülls stellt die Stadtreinigung den Städten hohe Beträge in Rechnung. In Berlin zum Beispiel betrug diese rund 4,7 Millionen Euro jährlich. Das bezog sich dabei auf:

  • Sperrmüll
  • Elektroschrott
  • sonstiger Müll

Und genau aus diesem Grund entstanden im Laufe der Zeit immer mehr illegale Entsorgungen. Allerdings lässt sich das Problem nicht so einfach in den Griff bekommen. Grund hierfür sind schlichtweg die fehlenden Kontrollen. Ein Großteil der Bezirke verfügt nicht über die notwendigen Kapazitäten, um gegen das Problem anzugehen. Dauerhafte Kontrollen sind durch das begrenzte Personal unmöglich.

Kreislauf- statt Wegwerfwirtschaft

Außerdem muss festgehalten werden, dass ohne eine Kreislaufwirtschaft kein wettbewerbsfähiger Industrieort möglich ist. So zumindest wirbt die Entsorgungswirtschaft für eine ambitionierte Abfallverwertung. Die Bundesbürger gelten zwar als eifrige Müllsammler, dennoch landen nach wie vor etwa 411 kg / Haushalt in der Tonne. Weiterhin werden davon nur rund 34 % wiederverwertet. Ein großes Problem in diesem Zusammenhang ist die Bürokratie selbst.

Eine der Schwächen ist unter anderem das Planungs- und Genehmigungsverfahren. Umsetzung geltender Gesetze bei der Müllsammlung ganz ungeachtet. Wie genau das Problem gelöst werden kann, zeigen bereits Länder im Ausland. Dort endet manch Hausmüll noch auf der Deponie, sodass eine Kreislaufwirtschaft erst gar nicht entstehen kann.

Fazit

Die Mengen an Müll nehmen Jahr für Jahr zu. Die Probleme sind bereits bekannt. Sowohl der Staat als auch seine Bürger müssen an der Recyclingfähigkeit arbeiten. Andere Länder zeigen bereits wie es geht. Auf diese Weise kann der Müll in Zukunft verringert werden.