Nicht nur körperlich geht mit Umzügen eine große Anstrengung einher, denn auch nach dem erfolgten Wohnungswechsel gilt es noch einige bürokratische und anderweitige Aufgaben zu meistern, die viel Zeit und Nerven kosten können.

Berlin Kiez

@ Jonathan Kemper / Unsplash.com – Berlin hat 96 Ortsteile

Diejenigen, die neu nach Berlin ziehen, müssen beispielsweise einen neuen und vor allem kompetenten Zahnarzt in Charlottenburg finden, ihre Ummeldung vornehmen und für die Kinder einen geeigneten Kita- oder Schulplatz ergattern.

Welche Dinge keinesfalls nach einem Umzug nach Berlin vergessen werden dürfen, zeigt der folgende Beitrag.

Anmeldung im Berliner Bürgeramt

Nach dem Umzug nach Berlin haben die neuen Einwohner zwei Wochen Zeit, ihre Anmeldung in der Stadt durchzuführen. Dazu ist die zuständige Meldebehörde aufzusuchen.

Empfehlenswert ist es in diesem Zusammenhang, bereits vier Wochen vorher einen Termin beim Bürgeramt zu vereinbaren. Falls die Anmeldung ohne Termin vorgenommen werden soll, sollte das Bürgeramt bereits eine Stunde vor seiner eigentlichen Öffnung aufgesucht werden, da ansonsten oft keine Wartenummern für den Tag mehr verfügbar sind.

Für die Anmeldung wird der Reisepass oder der Personalausweis, das ausgefüllte Anmeldeformular, welches auch vor Ort erhältlich ist, und eine Personenstandsurkunde benötigt. Sinnvoll ist es darüber hinaus auch, den Mietvertrag mitzuführen.

Kabelanschluss, Internet und Telefon

Bei der Ummeldung des TV-Kabelanschlusses, des Internets- und des Telefonanschlusses können durchaus Schwierigkeiten auftreten. Wird der jeweilige Anbieter nicht rechtzeitig über den bevorstehenden Wohnungswechsel in Kenntnis gesetzt, sind unter Umständen doppelte Gebühren für zwei Verträge zu zahlen oder es muss wochenlang auf TV, Internet und Telefon verzichtet werden.

Falls ein entsprechender Vertrag von dem Vormieter übernommen wird, ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Anbieter den Vertrag nicht als Neuvertrag definiert, da ansonsten die Mindestvertragslaufzeit noch einmal von vorne beginnt.

Grundsätzlich ist es somit essenziell, sich möglichst frühzeitig um die Ummeldung des Kabel-, TV- und Internetanschlusses zu kümmern.

Wasser, Gas und Strom

Unmittelbar nachdem die Wohnung übergeben wurde, sind die Zählerstände von Wasser, Gas und Strom abzulesen – sowohl bei dem Auszug aus der alten als auch bei dem Einzug in die neue Wohnung.

Die Abmeldung vom alten Stromanbieter wird in der Regel durch den neuen Dienstleister übernommen, falls dieser im Rahmen des Umzugs gewechselt wird. Die Zählerstände von Wasser und Gas lassen sich bei einer Ummeldung bei vielen Anbietern heutzutage über eine Onlineplattform übermitteln.

Kita- und Schulplätze in Berlin

Damit gewährleistet wird, dass die Kinder eine übergangslose Betreuung nach dem Umzug nach Berlin genießen, ist auch der Schul- oder Kindergartenwechsel frühestmöglich zu organisieren.

Normalerweise erfolgt die Anmeldung für Kindertagesbetreuungen bei dem zuständigen Jugendamt, doch auch diese ist mittlerweile über das Internet möglich. Der Kitaplatz kann in Form von sogenannten Kitagutscheinen bezuschusst werden. Zwar sind diese für einen Platz in der Kita nicht unbedingt erforderlich, allerdings erhöhen sie die Chancen, einen der hart umkämpften Plätze zu erhalten, ungemein.

Dass die Kinder an einer Grundschule im jeweiligen Einzugsbereich aufgenommen werden, regelt das Bezirksamt – vorausgesetzt, es sind noch nicht alle Plätze belegt. Soll eine Grundschule oder eine weiterführende Schule in einem anderen Bezirk in Berlin besucht werden, ist eine Beantragung für die Aufnahme erforderlich, es besteht darauf jedoch kein rechtlicher Anspruch.