Berlin zeigt sich immer fahrradfreundlicher. Natürlich ist auch in der deutschen Bundeshauptstadt noch viel zu tun, damit Fahrradfahrer wirklich sicher und beruhigt am Straßenverkehr teilnehmen können, dennoch hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Aber was brauchen Radfahrer allgemein, um den Alltag mit dem Rad zu meistern? Auf was kommt es an und wo gibt es noch Schwachpunkte? Können sich Radfahrer in manchen Situationen gezielt mit technischen Hilfsmitteln behelfen? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Frau auf Fahrrad

@ Blubel / Unsplash.com – In Berlin Fahrrad zu fahren, ist mittlerweile für viele Bürger Standard. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren erheblich modernisiert.

Was braucht es für einen Fahrrad-Alltag?

Im Grunde genommen benötigen Fahrradfahrer gerade im Stadtverkehr spezielle Fahrradspuren. In der Großstadt ist das Radfahren sonst schlichtweg zu gefährlich, denn gegen einen großen Laster hat ein einzelnes Rad erwiesener Maßen wenig Chancen. Es sollten also:

  • Fahrradwege – ob diese nun als Pop-up-Wege oder als feste Fahrradwege gedacht sind, spielt erst einmal keine Rolle. Vorzugsweise befinden sich die Fahrradstraßen abseits der normalen Straßen, wenn auch diese dann mit den Fußgängern geteilt werden müssen.
  • Ampelsicherheit – gerade an Kreuzungen und Ampeln sind Radfahrer gefährdet. Sie befinden sich oft im toten Winkel von Fahrzeugen und werden somit beim Abbiegen oft übersehen. Eine Lösung könnte hier natürlich der verpflichtende Tote-Winkel-Warner sein, den Fahrzeughalter installieren müssen.
  • Parkplätze – auch sie sind für Radfahrer sehr wichtig. Die heutigen Räder stellen oft echte Werte da, sodass die Abstellplätze möglichst überwacht sein sollten. Wichtig ist allerdings schon allein die Aufstellung von genügend Fahrradständern, sodass Räder nicht länger an Laternenpfähle, Treppengeländer oder auch Bäume angekettet werden müssen.

Viele der für Radfahrer praktischen Lösungen lassen sich in jeder Stadt leicht umsetzen. Fahrradparkplätze, zumindest an den Knotenpunkten, sind wahrlich kein großer Umstand. Schwieriger wird es tatsächlich mit der Straßenplanung. Etliche der heutigen Straßen sind schon nicht auf die modernen Pkw mit ihrer Breite abgestimmt, müssen hier nun auch Radwege eingeplant werden, fehlt schlichtweg der Raum.

Ein gutes Rad: Im Radhaus gibt es große Auswahl

Um den Alltag mit dem Rad bewältigen zu können, muss ein ordentliches Fahrrad gekauft werden. Man könnte nun sagen, dass alle Fahrräder einen Rahmen, einen Lenker, Sattel und zwei Räder besitzen, doch ist dies zwar richtig, doch im Grundsatz falsch. Ein guter Fahrradhändler wie das Radhaus, welches online und im Handel rund um Berlin berät, wird Kunden zu dem für sie geeigneten Fahrrad führen:

  • Nutzung – soll das Rad überwiegend im Alltag oder auch sportlich genutzt werden? Alltagsräder sollten immer Gepäckmöglichkeiten aufweisen.
  • Strecke – welche Strecke soll regelmäßig bewältigt werden? Selbst für erfahrene Radfahrer können größere Strecken ohne Motorunterstützung schwierig sein.
  • Komfort – selbst das beste Rad taugt nichts, wenn der Fahrer schlichtweg nicht auf ihm sitzen kann. Lenkerhöhe und Sattel müssen auf den jeweiligen Fahrer abgestimmt sein.

Radfahrer sollten sich unbedingt gut beraten lassen und dabei auch die Räder testen. Gute Händler erlauben immer kurze Probefahrten.

Weiteres Equipment

Im Alltag ist es nötig, sich selbst nicht nur zu schützen, sondern auch, Fahrten bei jeder Witterung unternehmen zu können. Das bedeutet:

  • Wetterfeste Kleidung – wer mit dem Rad zum Büro und wieder zurück fährt, der sollte wenigstens eine gute Regenhose und eine entsprechende Jacke nutzen. Es gibt viele Kleidungsstücke, die mühelos über die normale Kleidung gezogen werden können. Tipp: Hin und wieder im Motorradbereich schauen. Hier gibt es meist gute Regenbekleidung.
  • Sicherheit – auch wenn das Fahrrad natürlich vorschriftsgemäß beleuchtet ist, ist die Beleuchtung im typischen Straßenverkehr recht unauffällig. Radfahrer sollten auf eine gute und reflektierende Sicherheitsweste setzen. Alternativ können auch Blinklichter zum Einsatz kommen.
  • Helm – er ist nicht vorgeschrieben, doch passt hier der Spruch: Wer etwas im Kopf hat, der schützt es. Wer noch einen Schritt weitergehen mag, der trägt auch eine Schutzweste. Das mag übertrieben klingen, doch ist es ein Fakt, dass viele Verkehrstote und schwere Unfälle eben Fahrradfahrer treffen (PDF). Umso besser man sich selbst schützt, desto sicherer ist man im Ernstfall.

Gute Streckenplanung

Dies trifft besonders diejenigen, die vom Auto auf das Rad umsteigen wollen. Der erste Gedanke wäre nun sicherlich, dieselbe Strecke einfach mit dem Rad zu fahren. Häufig ist das allerdings nicht sinnvoll. Deshalb gilt:

  • Strecken abgleichen – hier darf ruhig das Navi helfen. Welche Strecken führen zur Arbeit und zurück? Mit dem Rad ist es oft besser, die Nebenstraßen zu nutzen. Sie sind weniger belebt, was Sicherheit bedeutet, aber auch ein schnelles Vorankommen.
  • Strecken ausstreichen – mehrspurige Hauptstraßen ohne jegliche Fahrradstrecke sollten gleich aus der Planung herausgestrichen werden. Mitunter können auch Straßen mit Straßenbahnschienen problematisch sein.

Mit dem Rad muss umgedacht werden. Der kürzeste Weg ist oft nicht der schnellste und vor allem nicht der sicherste Weg.

Wenn doch ein Auto gebraucht wird: Car-Sharing als Ergänzung

So gut, wie das Fahrrad auch ist, manchmal ist schlichtweg ein Kofferraum nötig. Natürlich lohnt es sich nicht, für wenige Kilometer im Monat ein eigenes Auto anzuschaffen oder einen Mietwagen zu wählen. Wie gut, dass es das Car-Sharing gibt:

  • Modelle – von Einzelmieten bis hin zur Flatrate ist alles möglich. Der Vorteil ist, dass die Autos zwar nur indirekt gewählt werden können, dafür ist im Preis aber schon alles inkludiert.
  • Perfekt in Städten – gerade in Städten wie Berlin ist das Car-Sharing ideal. Die Abstellplätze und somit Abholpunkte der Fahrzeuge sind stets in der direkten Nähe.

Berlin Panorama

@ Jonas Tebbe / Unsplash.com – Wer hauptsächlich im eigenen Bezirk unterwegs ist, kann das Auto durch ein Fahrrad ersetzen.

Fazit – Fahrradfahrer müssen weiter unterstützt werden

Radfahrer könnten den Stadtverkehr massiv entlasten. Allerdings ist selbst in Berlin die Infrastruktur nicht überall gegeben, sodass hier noch nachgearbeitet werden muss. Doch auch Radfahrer können es sich mit einem guten und zu ihnen passenden Rad, der entsprechenden Ausrüstung und einer klugen Streckenplanung noch einfacher machen. Vielfach bedeutet eine kluge Planung auch eine erhöhte Sicherheit. Für die Tage, an denen unbedingt ein Auto nötig ist, ist das Car-Sharing perfekt.