Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurde kürzlich der Fahrrad Monitor 2019 vorgestellt. Der Monitor zeigt alle zwei Jahre repräsentativ das subjektive Stimmungsbild der Radfahrer in Deutschland an. Immerhin 44 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig in die Pedale zu treten. Das ist eine Steigerung von 7 Prozent im Vergleich zu 2017. Besonders beliebt sind Pedelecs oder sogenannte E-Bikes. Das Pedelec landete bei potentiellen Fahrradkäufern sogar auf dem ersten Platz. 42 Prozent der Befragten gaben an, in den kommenden 12 Monaten solch ein Fahrrad kaufen zu wollen.

Fahrradfahrer in Berlin

© Pixabay / wal_172619 – 7 Prozent mehr Fahrradfahrer in Berlin im Vergleich zu 2017

Beratung bei Spezialisten ist Gold wert

Vor dem Erwerb sollten potentielle Käufer die verschiedenen Fahrräder begutachten. Es gibt mittlerweile so viele Modelle, dass man kaum den Überblick behalten kann. Wer sich noch nicht festlegen möchte, sollte den Trend zum „Bike-Leasing“ im Auge behalten. Hierbei wird das Wunschfahrrad – egal ob Cityrad, Rennrad, Mountainbike, E-Bike oder Pedelec – ähnlich wie etwa ein Geschäftswagen geleast.

Diesen Service bietet unter anderem das Radhaus mit seinen 8 Filialen in und um Berlin an. Diese befinden sich in Potsdam-Babelsberg, in Werder sowie in den Berliner Stadtteilen Pankow, Lichterfelde, Reinickendorf, Rudow, Spandau und Biesdorf. Welche Touren sich direkt ab der Übernahme des neuen Drahtesels in einem der Berliner Ortsteile anbieten, verrät dieser Blick in die Radfahrerregion:

Eine Radtour durch Berlin-Pankow

Ein erster Testlauf des Fahrrads könnte beispielsweise zu den großen und kleinen Highlights des Berliner Stadtteils Pankow führen. Dazu gehört der etwa 12 Hektar große Bürgerpark. Malerisch schlängelt sich die Panke durch den Park, der vor allem durch seinen italienischen Stil viele Fans findet. Direkt vom Park aus wird Radlern empfohlen, den Pankeweg zu fahren – durch den Norden der Stadt, das Dichterviertel passierend und bis hin zum Niederschönhausener Schlosspark.

Hinter den Schlossmauern verbirgt sich heute ein Museum zur Schloss-Geschichte; einst befand sich hinter den Gemäuern das Gästehaus der DDR. Die belebtere Seite des Berliner Stadtteils erleben Radler in der Schönhauser Allee. Bars, Cafés, Restaurants und Läden laden zum Shoppen und zum Verweilen ein. Schnäppchenjäger könnten den Flohmarkt auf dem Arkonaplatz besuchen.

Eine Radtour durch Berlin-Lichterfelde

Berlin Lichterfelde

© Pixabay / wal_172619 – Denkmäler wie diese erinnern in Berlin-Lichterfelde an vergangene Zeiten.

Der Mauerweg ist die Strecke, die Schönefeld und Lichterfelde miteinander verbindet und bei Radlern sehr beliebt ist. Startpunkt könnte der Ahlener Weg sein, der sich in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn Lichterfelde-Süd befindet (dies nur als Hinweis zur leichteren Orientierung). Das erste Highlight der Tour könnte buchstäblich blühend erstrahlen, denn hier pflanzten einst die Japaner 1000 Zierkirschen, um ihre Freude über die deutsche Wiedervereinigung Ausdruck zu verleihen.

Tipp: Ende April ist die Blütezeit, was Radler einen extrem schönen Ausblick beschert. Nach den Blüten der Zierkirsche geht es durch die Geisterstadt an der Osdorfer Straße und eine schön bewaldete Naturlandschaft. Der Mauerweg führt weiter nach Lichtenrade und an den Bahndamm an der Paplitzer Straße – dorthin, wo direkt die nächste Erinnerung an die Zeit der Wiedervereinigung wartet: am Kirchhainer Damm, der zu Zeiten der DDR als Grenzübergang von West-Berliner Müllfahrzeugen genutzt wurde. Ein Feld von Findlingen, die Aussicht vom Trümmerberg auf das Brandenburger Land und der Grenzübergang „Waltersdorfer Chaussee“ sind weitere geschichtsträchtige Stationen auf der Route.

Eine Radtour durch Berlin-Reinickendorf

Wer es grün mag, ist mit einer Radtour durch Berlin-Reinickendorf gut beraten. Dennoch fehlt es der Tour nicht an historischen Highlights, wie etwa dem roten Backstein-Tor zu den ehemaligen Borsigwerken, wo einst große Lokomotiven gefertigt wurden, oder dem Borsigturm, der im Jahr 1922 errichtet wurde und als erstes offizielles Hochhaus der Stadt bezeichnet wird. Am Tegeler See wird es dann aber wirklich grün und idyllisch.

Wer das Fahrrad für eine Weile parken kann und will, könnte von hier aus sogar eine Bootstour über den Wannsee und die Havel machen. Hafen, Fließ, Forst, Strandbad und das Schloss von Tegel könnten jene erleben, die sich gegen das Boot und für das Fahrrad entscheiden.

Eine Radtour durch Berlin-Rudow

Ein weiterer Teil des Mauerradwegs führt von Rudow nach Geltow. Die Waßmannsdorfer und die Rudower Chaussee führen zum Mauerradweg, der entlang einer Birkenallee gen Norden führt. Der Buckower Damm sowie die Karl-Marx-Allee sind für Radler eine wahre Herausforderung – zu dünn sollten die Räder aber nicht sein, um diese auf dem holprigen und kräftezehrenden Radweg nicht kaputt zu fahren. Auch die Fahrt entlang des Mauerstreifens ist für ungeübte Radler eher ungeeignet.

Zwischen Marienfelde und Lichterfelde wird die Fahrbahn deutlich angenehmer zu befahren. Am Teltowkanal, an der Knesebeckbrücke und in Kleinmachnow vorbei geht es in Richtung Nathanbrücke und Griebnitzsee – allerdings auf oft unbefestigten Schotterstraßen. Nun ist auch der Babelsberger Park in Potsdam (und eben dort auch eine weitere Radhaus-Filiale) in greifbarer Nähe – falls das Rad die Tortur dieser Strecke nicht ohne Weiteres verkraftet haben sollte.

Eine Radtour durch Berlin-Spandau

Berlin Lichterfelde

© Pixabay / wal_172619 – Radler kommen in Spandau ganz nah an die Schleuse heran.

Die Altstadt von Spandau ist eine beliebte Radlerregion – kein Wunder, ermöglicht es doch den Besuchern, die schönsten Ecken des Berliner Stadtteils zu sehen. Und diese sind historisch geprägt und naturnah gehegt gleichermaßen. Ein Highlight ist die Zitadelle von Spandau. Sie gilt als eine der ältesten europäischen Festungen, stammt aus dem Zeitalter der Renaissance und wird aktuell als Freiluftbühne betrieben.

Nach dieser historischen Besonderheit wird die Tour deutlich naturnaher – entlang der Havel und mit Blick auf die Schleuse Spandau. In „Kolk“ (so wird der älteste Stadtteil bezeichnet) geht es entlang der Stadtmauer. Der Havellandradweg ist gut geeignet, um weitere Touren zu fahren; doch auch die Altstadt Spandaus sowie die Shoppingarkaden locken zu einem Einkaufsbummel.

Eine Radtour durch Berlin-Biesdorf

Der Biesdorfer Baggersee könnte ein Abstecher auf der Tour durch Marzahn sein. Über den sogenannten Grabensprung kann es nach einer Abkühlung im Baggersee Richtung Alt-Biesdorf gehen. In der historischen Dorfmitte erinnern die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert und die ehemalige Reichsstraße 1 an anno dazumal. Wer möchte, kann Schloss Biesdorf besuchen – oder durch den Schlosspark Richtung Blumberger Damm steuern.

Der Wuhletalweg ist eine kleine Herausforderung, denn die Befestigung ähnelt einem Trampelpfad. Über die Eisenacher Straße erreichen Radler die sogenannten Gärten der Welt. Weiter geht es entlang der Wohle durch die grüne Landschaft an Wiesen und Feldern entlang. Wer weiter tourt, passiert den Berliner Ortsteil Marzahn – und darf sich über gut ausgebaute Fahrradwege freuen.