Es ist noch nicht lange her, da wurde Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat der SPD nominiert und schon gab’s ein erstes Aufeinandertreffen mit der Bundeskanzlerin im Deutschen Bundestag. Eigentlich sollte Frank-Walter Steinmeier, als Erster auf die Rede von Angela Merkel antworten, dieser ließ jedoch Steinbrück den Vortritt. So trat Steinbrück erstmals als Kanzlerkandidat vor den Bundestag und vor Angela Merkel. Auch die rp-online berichtete über das Zusammentreffen.

Haushaltsdebatte im Bundestag

© www.bundestag.de / Marc-Steffen Unger – Debatte im Bundestag

Ein erster Schlagabtausch ohne persönliche Angriffe

Bei seiner ersten Rede hat Steinbrück den Wahlkampf hart eröffnet, blieb jedoch weitgehend bei Sachthemen und verzichtete auf persönliche Angriffe. Unter anderem warf er ihr Missmanagement vor und sagte, sie spiele ein Doppelspiel im Bezug zur Euro-Krise. Sie habe es unter anderem zugelassen, dass die Koalition unter ihrer Leitung ein schlechtes Spiel mit Griechenland geführt habe. Wörtlich sagte er: „Sie haben nicht eingegriffen. Sie haben laviert.“

Die Kanzlerin lobte die Koalition

Die Kanzlerin bedankte sich jedoch bei ihren Koalitionskolleginnen und Kollegen für die Unterstützung in Bezug auf die Euro-Rettungspakete und sie schlug einen neuen Hilfsfonds vor und an die Adresse Griechenland meinte sie, dass sie sich wünsche, das Land weiterhin im EU-Raum zu sehen. Die Proteste in ‚’Griechenland erreichten währenddessen jedoch einen neuen Höhepunkt, mehr als 40.000 Menschen waren auf den Straßen, um zu protestieren.

Scharfe Kritik von Steinbrück an Merkel

Steinbrück warf Merkel weiters vor, Deutschland geschädigt zu haben, denn noch nie sei Deutschland in Europa so stark isoliert, wie das im Moment der Fall sei. Das Ansehen des Landes sei durch Merkel stark geschädigt worden. Die Rede zur Rettung Europas sei schon vor zwei Jahren fällig gewesen. Seine Fraktion hätte immer davor gewarnt, Europa nur auf eine Dimension zu kürzen.