Weil der Bedarf an Kita-Plätzen in Berlin steigt, musste die Landesregierung von Berlin reagieren und hat deshalb den Einrichtungen zusätzliche 610 Millionen Euro zugesagt.

Kindertafel

Plaztzprämien für neu geschaffene Kita-Plätze

Aus verschiedenen Gründen werden derzeit von vielen Einrichtungen die vorhandenen Kapazitäten nicht vollständig ausgenutzt. Zum einen fehlt Personal, teilweise werden verfügbare Räume aber auch anderweitig genutzt.

Um einen Anreiz zu schaffen, die maximal zugelassene Anzahl an Kindern auch aufzunehmen, wurde nun eine Platzprämie von 250 Euro pro Monat für jeden neu belegten Kita-Platz eingeführt. Dieses Geld könnte dann wiederum in den Ausbau der Kitas oder in die Ausbildung neuen Fachpersonals fließen

Land übernimmt höheren Anteil an den Kita-Kosten

Durch die steigende finanzielle Unterstützung des Landes verringert sich der Eigenanteil der Kita-Träger von derzeit 7% auf 5%. Der Eigenanteil muss wie bisher auch durch Spenden oder ehrenamtliche Tätigkeit erbracht werden. Die Reduzierung dieses Anteils auf 5% erfolgt stufenweise in den nächsten Jahren.

Um die stetig steigenden Sach-und Personalkosten aufbringen zu können, werden die Landeszuschüsse auch in diesen Bereichen erhöht und angepasst. Der Beitrag der Stadt Berlin für die Sachkosten, bei denen unter anderem die Mietkosten enthalten sind, wird schrittweise um 10,4% erhöht. Steigende Personalkosten durch Tariferhöhungen sollen ebenfalls vom Land abgedeckt werden. Berechnungsgrundlage sollen dabei die Tarifbestimmungen für den öffentlichen Dienst des Landes sein.

Lob und Kritik für das Finanzierungsmodell

Der Berliner Senat und mehrere Verbände haben das vorliegende Finanzierungsmodell gemeinsam ausgehandelt. Vertreter der Politik und der Trägerverbände loben die verbesserte finanzielle Unterstützung, die zu einem Ausbau der Kita-Einrichtungen und der Anwerbung bzw. Ausbildung neuen Fachpersonals führen sollen.

Doch es gibt auch Kritik, dass die finanziellen Hilfen nicht weit genug gehen. So fordert die Gewerkschaft GEW eine vollständige Übernahme der Kosten durch das Land. Dort ist man der Meinung, dass zu viele Kosten im momentanen Finanzierungsmodell nicht abgebildet sind und somit weiterhin eine Unterfinanzierung besteht. DIE GEW befürchtet, dass bei den Personalkosten gespart wird um die Sachkosten stemmen zu können.

Auch wird die Platzprämie von 250 Euro für jedes neu aufgenommene Kind von einigen Vertretern der Gewerkschaft kritisch gesehen, weil dies zu einer Überbelegung der Kitas führen könnte.